Möglichkeiten im digitalen Fernsehzeitalter

Unter anderem wegen der Abschaltung des analogen Satelli-
tenfernsehens (per 30.04.2011) stehen viele Unternehmer und
Privatleute heute vor der Frage, welchen Empfangsweg sie in
naher Zukunft nutzen wollen. Es konkurrieren die unterschied-
lichsten Technologien und Diensteanbieter miteinander, die alle
ihre Vor- und Nachteile aufweisen. Reduziert man die Betrach-
tung auf Fernsehen und Radio in Deutschland, so existieren die
folgenden Wahlmöglichkeiten:

DVB-T

Das digitale terrestrische Fernseh- und Radioprogramm der Länder: das sogenannte „Überallfernsehen“, welches beileibe nicht überall empfangen werden kann. Die Auswahl ist auf maximal 32 TV-Programme in ausreichender Qualität begrenzt. Zum Empfang genügt oft eine kleine Zimmerantenne. Eine Settop-Box ist nur notwendig, wenn das TV-Gerät über keinen DVB-T-Tuner verfügt, den heute aber fast alle Flat-TVs an Bord haben.

Satellit (analog und DVB-S)

Satellitenfernsehen, meist über ASTRA oder Eutelsat. Stationär oder auch mobil möglich; es gelten wetterbedingte und geographische Einschränkungen. Bei mehr als einem Teilnehmer ist in der Regel jeweils eine eigene Zuleitung erforderlich (Sternverkabelung). Die Programmvielfalt ist maximal, in Deutschland sind leicht über 2.000 TV-Programme empfangbar. Kostenpflichtig sind Spartenkanäle und Special Interest Inhalte, die dann einen Receiver plus Smartcard für die Entschlüsselung benötigen. Hochauflösende Programme der Privatsender sind ebenfalls kostenpflichtig. Es gilt zu befürchten, dass 2012 der vollständigen Digitalisierung auch die vollständige Umwandlung in PayTV folgt.

Kabelfernsehen (analog und DVB-C)

Wie der Name schon sagt, werden die Inhalte von einem der großen oder auch kleineren Netzbetreiber (Kabel Deutschland, UnityMedia, KabelBW, usw.) per Kabel gegen monatliche Gebühr in die Häuser geliefert. Neben TV und Radio werden heute ebenfalls Internet und Telefon über Kabel angeboten: das Triple-Play. Analoges Kabelfernsehen ist die einzige wetterunabhängige Empfangsart und lässt sich zudem mit jedem noch so alten TV problemlos empfangen. Für größere Flat-TVs empfehlen wir jedoch wegen der besseren Auflösung die zusätzlich kostenpflichtige digitale Variante.

IPTV

Die Programminhalte werden über das Internet geliefert. Bisher bietet lediglich die Telekom mit T-Home ein bundesweit verfügbares Produkt an. Die Übertragung nutzt das Internet-Protocol und wird per V-DSL mit qualitätssichernden Mechanismen übertragen. Nicht zu verwechseln mit Internet-TV.

Internet-TV

Web-Angebote der Sendeanstalten, die per Webbrowser betrachtet werden können. Kein echtes Fernsehangebot.

 

Welcher der oben angeführten Empfangswege der Richtige ist, lässt sich nicht allgemein sagen. Vielmehr kommt es auf die Bedürfnisse des Einzelnen und die örtlichen Gegebenheiten an, die es sorgfältig zu betrachten gilt. Wir von DIGITALZUHAUSE.DE beraten Sie gern – unabhängig und kompetent.